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Infografik

In aller Munde

von Isabelle Vloemans
10. September 2026
ETH Zürich Foundation, In aller Munde
© ETH Foundation / Kristina Milkovic, Adobe Stock

Auch im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittel hinterfragen findige Köpfe, die an der ETH Zürich studiert und geforscht haben, den Status quo. Einige von ihnen wagen den Schritt ins Unternehmertum, sei es auf eigene Faust, sei es gefördert durch Donatorinnen und Donatoren. Eine Auswahl:

Catchfree: Seafood aus Pflanzen

Fisch und Meeresfrüchte ohne Überfischung, Beifang oder Mikroplastik: Catchfree strukturiert Reis, Pilz und Soja zu Seafood, mit kurzer Zutatenliste, aber reich an Protein und Omega-3. Zu finden in ausgewählten Restaurants.

 

Caterra: Hightech-Jätroboter

Ein autonomer Roboter entfernt mittels Laser Unkraut bei der Kulturpflanze – für einen skalierbaren ökologischen Landbau. Im Einsatz ist er Tag und Nacht, bei jedem Wetter. Eine Lösung für die zahlreichen Betriebe, die nur mit Mühe genug Arbeitskräfte zum Jäten finden. Mehr erfahren

 

Digit Soil: optimale Düngung statt starrer Standardwerte

Das Start-up ermöglicht es Landwirten, die Stickstofffreisetzung ihrer Böden präzise zu bestimmen. Dazu nutzen sie biochemische Messwerte und Wetterdaten als fundierte Entscheidungshilfe. Das Ergebnis: höhere Ertragsqualität, weniger Nitratauswaschung und sinkende Treibhausgasemissionen.

 

Tastelab: erlebnisreicher Genuss dank Wissenschaft

Das Kreativstudio rund um die Zukunft der Ernährung, gegründet von Astrophysikerin Sue Tobler und Informatiker Remo Gisi, dürfte eines der ungewöhnlichsten ETH-Spin-offs sein. Es bietet innovative Gastronomieprojekte, Caterings und Events an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kulinarik.

Olexir: gesündere Fette aus Pflanzen

Feste Fette in Lebensmitteln und Kosmetika enthalten einen hohen Anteil an gesättigten oder Transfettsäuren, die aus gesundheitlicher Sicht problematisch sein können. Olexirs Technologie nutzt pflanzliche Proteine, um flüssige Öle in feste Strukturen zu verwandeln.

 

Planted: Fleischalternativen

Das ETH-Spin-off liefert nachhaltige pflanzliche Proteine. Die Rohstoffe – z.B. Erbsen, Sonnenblumen oder Soja – werden von europäischen Landwirten geerntet und zu Mehl verarbeitet. Extrusion und Fermentation führen zu faserigem und saftigem Pflanzenfleisch.

 

Terensis: Ernteprognose aus dem All

Das ETH-Spin-off nutzt Satelliten- und Wetterdaten, um den Ernteertrag und Klimarisiken wie Dürre und Frost global und rund um die Uhr vorherzusagen. Das hilft Produzenten und Einkäufern in der Lebensmittelindustrie, schneller auf Preisschocks zu reagieren.

Für noch mehr hochinnovative Start-ups

Das Pioneer-Fellowship-Programm fördert unternehmerisch ambitionierte Talente aus der Forschung auf dem Weg zum marktreifen Produkt. 10 bis 15 Pioneer Fellowships vergibt eine Expertenjury jedes Jahr. Diese werden von zahlreichen Stiftungen, Unternehmen und von über 200 Privatpersonen unterstützt.

Die ETH Zürich möchte das Programm weiter ausbauen, damit noch mehr junge Forschende bis zu 180 000 Franken, Coaching und die Chance erhalten, ihre Forschungsresultate bis zur kommerziellen Anwendung weiterzuentwickeln.

Jetzt fördern

ETH Zürich Foundation, In aller Munde
Jätroboter von Caterra auf einem Feld der ETH-Forschungsstation in Lindau.
© ETH Foundation / Valeriano Di Domenico