SBB und ETH verlängern Partnerschaft für die Mobilität von morgen
Die SBB und die ETH Zürich setzen ihre strategische Zusammenarbeit in der Mobilitätsforschung für weitere fünf Jahre fort. Gemeinsam wollen sie wissenschaftliche Erkenntnisse schneller für konkrete Herausforderungen des Schweizer Mobilitätssystems nutzbar machen, von der Weiterentwicklung des Bahnangebots und des Güterverkehrs bis zu Digitalisierung, Energie und Infrastruktur.
© inaris event foto & video
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Die SBB arbeitet seit 2018 im Rahmen der ETH-Mobilitätsinitiative eng mit der ETH Zürich zusammen. Ziel der Partnerschaft ist es, Forschung und Praxis zu verbinden und damit Grundlagen für eine leistungsfähige und zuverlässige Mobilität zu schaffen.
SBB-CEO Vincent Ducrot unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft: «Die Zusammenarbeit mit der ETH ist für die SBB zentral. Gemeinsam entwickeln wir die Grundlagen für stabilere Angebote, mehr Kapazität und eine Bahn, die auch künftig das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität in der Schweiz bleibt.»
Forschung mit direktem Praxisnutzen
Die Forschungsaktivitäten sind heute im Center for Sustainable Future Mobility (CSFM) der ETH gebündelt. Das Center koordiniert rund 40 Forschungsgruppen der ETH, der Empa und des PSI und vernetzt Kompetenzen verschiedener Disziplinen. Im Fokus stehen unter anderem Verkehrsplanung, Infrastruktur, neue Technologien und die Dekarbonisierung des Verkehrs. Joël Mesot, Präsident der ETH Zürich, sagt: «Gerade bei einem komplexen System wie der Mobilität braucht es den fortwährenden Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, damit neue Erkenntnisse konkreten Nutzen schaffen können. Die Verlängerung der Zusammenarbeit ist für uns deshalb ein wichtiger Schritt und ein starkes Signal.»
Wie dieser Austausch funktioniert, zeigt etwa das neue Forschungsprojekt ID-SwissSWL zum Schweizer Einzelwagenladungsverkehr. Forschende untersuchen gemeinsam mit der SBB, wie Einzelwagenladungsverkehr als Netzwerk bei Marktveränderungen anpassungsfähiger gestaltet und gesteuert werden kann. Auf Basis realer Daten von SBB Cargo Schweiz soll ein Modell aufzeigen, welche Bedienpunkte und Verbindungen erhalten, gebündelt oder angepasst werden könnten. Damit schafft das Projekt wissenschaftliche Grundlagen für strategische Entscheide zur Weiterentwicklung des Schienengüterverkehrs.
Langfristige Zusammenarbeit für ein starkes Mobilitätssystem
Seit Beginn der Zusammenarbeit wurden rund 40 Forschungsprojekte unterstützt. Die Themen reichen von Fahrplanplanung und Energiemanagement bis zur Instandhaltung der Infrastruktur. In der kommenden Phase stehen weitere interdisziplinäre Forschungsprojekte, die Förderung von Nachwuchsforschenden sowie der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis im Zentrum. Dafür ist ein Förderbeitrag von insgesamt vier Millionen Franken vorgesehen.