Wissenschaft im Dienst der humanitären Hilfe

6. Oktober 2022

Mit innovativen Technologien und wissenschaftlicher Expertise Menschen in Not helfen: Mit diesem Ziel lancierten das IKRK, die ETH Zürich und die EPFL 2020 die Initiative «Engineering for Humanitarian Action». Grosszügige Spenden der Stavros Niarchos Foundation (SNF), der Stiftung für das IKRK, von Rolex und der Fondation Lombard Odier werden es der ETH, der EPFL und dem IKRK ermöglichen, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen und neue Projekte zu realisieren. 

ETH Zürich Foundation, Wissenschaft im Dienst der humanitären Hilfe
Die Initiative «Engineering Humanitarian Action» will das Know-how der beiden Technischen Hochschulen in den Dienst von Menschen in Notlagen stellen.
© IKRK
Die Initiative «Engineering Humanitarian Action» will das Know-how der beiden Technischen Hochschulen in den Dienst von Menschen in Notlagen stellen.
© IKRK

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) setzt sich weltweit für Menschen ein, die von Kriegen und Konflikten betroffen sind. Um diese humanitäre Hilfe noch wirksamer planen und umsetzen zu können, lancierten die ETH Zürich, die EPFL und das IKRK im Dezember 2020 die Initiative «Engineering for Humanitarian Action». Das Ziel: Wissen und Technologien der beiden Hochschulen dort nutzbar zu machen, wo sie am dringendsten gebraucht werden – in humanitären Krisen. 

In Rahmen der Initiative wurden in den letzten zwei Jahren zwölf Projekte der EPFL und der ETH Zürich gefördert. Sechs dieser Projekte haben bereits zu konkreten Verbesserungen für das IKRK geführt: So haben die Forschenden zum Beispiel die Logistik von medizinischen Gütern verbessert, die sichere Identifikation von Flüchtenden durch den Einsatz biometrischer Systeme vereinfacht und eine neue digitale Infrastruktur zum Schutz vor Cyberangriffen geschaffen. 

«Die Zusammenarbeit zeigt, wie digitale Technologien und wissenschaftliche Expertise die wichtige Arbeit des IKRK unterstützen können und so Menschen in Notlagen zugutekommen», betont ETH-Präsident Joël Mesot. «Wir sind gespannt auf die praktischen Auswirkungen der bereits abgeschlossenen oder laufenden Projekte sowie auf die neuen Vorschläge», fügt EPFL-Präsident Martin Vetterli hinzu.

«Unsere Forschenden sind motiviert, in diesen turbulenten Zeiten einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten.» Gilles Carbonnier, Vizepräsident des IKRK, erklärt: «Wissenschaftliche und technologische Fortschritte bieten ein enormes Potenzial, um wirksame Innovationen in der humanitären Hilfe freizusetzen. Wir können noch einiges erreichen, wenn wir Forschungsergebnisse in die Tat umsetzen.»

Grosszügige Spenden der Stavros Niarchos Foundation (SNF), der Stiftung für das IKRK, von Rolex und der Fondation Lombard Odier werden es der ETH, der EPFL und dem IKRK ermöglichen, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen und neue Projekte zu realisieren. Die Unterstützung der Partner wird sich bis Ende dieses Jahres auf mehr als 12 Millionen CHF belaufen. «Die wichtigsten wissenschaftlichen Fortschritte gehen von echten menschlichen Bedürfnissen aus, von einem Entdeckungsprozess, der von Menschlichkeit, Offenheit und Optimismus geprägt ist. Indem wir die humanitäre Hilfe und die Wissenschaft einander näherbringen, stellen wir sicher, dass technologische Entwicklungen dazu beitragen, das Leben jener Menschen zu verbessern, die besonders darauf angewiesen sind», sagt Andreas Dracopoulos, Co-Präsident der Stavros Niarchos Foundation. Die SNF wird die Initiative im Rahmen ihrer globalen Gesundheitsinitiative unterstützen.

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