Thomas und Doris Ammann Stiftung fördert Ausstellungen als Orte der Wissensentstehung

von Redaktion
19. Oktober 2026

Mit dem Thomas und Doris Ammann Foundation Research and Education Grant unterstützt die Thomas und Doris Ammann Stiftung «gta Ausstellungen» am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich mit einer auf zehn Jahre angelegten Zuwendung für kunstwissenschaftliche Forschung und Ausbildung. Die grosszügige, langfristige Förderung stärkt die Kunstwissenschaft und ermöglicht Studierenden und Nachwuchsforschenden zugleich eine praxisnahe Ausbildung in Forschung, kuratorischer Arbeit und Vermittlung.

ETH Zürich Foundation, Thomas und Doris Ammann Stiftung fördert Ausstellungen als Orte der Wissensentstehung
Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Amina Chaudri, Stiftungsrätin der Thomas und Doris Ammann Stiftung, ETH-Präsident Joël Mesot sowie Georg Frei, Stiftungsratspräsident der Thomas und Doris Ammann Stiftung.
© ETH Foundation / Daniel Winkler
Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Amina Chaudri, Stiftungsrätin der Thomas und Doris Ammann Stiftung, ETH-Präsident Joël Mesot sowie Georg Frei, Stiftungsratspräsident der Thomas und Doris Ammann Stiftung.
© ETH Foundation / Daniel Winkler

Als Teil des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich bewegt sich «gta Ausstellungen» an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und Wissenschaft. Das Ausstellungsmachen selbst ist dabei Gegenstand und Instrument kunstwissenschaftlicher Forschung und Praxis. Die Zuwendung der Thomas und Doris Ammann Stiftung ermöglicht, diese Forschungspraxis langfristig weiterzuentwickeln.

Ausstellungen als Medium

Die langfristige Förderung schafft unter anderem die Möglichkeit, Ausstellungen nicht nur als Orte der Vermittlung bereits vorhandener Erkenntnisse zu verstehen, sondern als Medium für neues Wissen. Quellenbasierte Forschung, kuratorische Praxis, öffentliche Vermittlung und Publikation greifen dabei ineinander. Im Austausch zwischen unterschiedlichen Menschen, Perspektiven und Wissensformen entstehen neue Fragestellungen und Forschungsansätze.

Eine besondere Rolle kommt dabei dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu. Studierende und Nachwuchsforschende werden projektbezogen in die Entwicklung und Umsetzung der Vorhaben eingebunden. Der gemeinsame Lern- und Forschungsprozess reicht von der Recherche über die kuratorische Konzeption und Produktion bis zur öffentlichen Vermittlung und Dokumentation. 

Damit verbindet die Förderung kunstwissenschaftliche Forschung mit der praxisnahen Ausbildung Jugendlicher, insbesondere von Studierenden und Nachwuchsforschenden.

Über institutionelle und geografische Grenzen hinweg

Die Zuwendung ermöglicht es zudem, Dozierende, Forschende sowie Gäste aus Architektur, Kunst und verwandten Disziplinen für gemeinsame Projekte einzuladen. So entstehen öffentliche Ausstellungen und Publikationen, die neue Fragestellungen entwickeln und kunstwissenschaftliche Erkenntnisse einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Kunstwissenschaftliche Ausstellungsprojekte können darüber hinaus von Beginn an gemeinsam mit anderen Hochschulen, Museen, Forschungs- und Ausstellungsinstitutionen entwickelt und auch ausserhalb der ETH Zürich realisiert werden. Forschungsfragen lassen sich so über institutionelle und geografische Grenzen hinweg verfolgen.

Die Thomas und Doris Ammann Stiftung

Thomas und Doris Ammann gehörten zu den bedeutenden Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sie waren brillante Händler moderner und zugleich leidenschaftliche Sammler zeitgenössischer Kunst. 1977 gründete Thomas Ammann in Zürich die Galerie Thomas Ammann Fine Art AG. Nach seinem Tod im Jahr 1993 führte Doris Ammann die Galerie gemeinsam mit Georg Frei erfolgreich weiter. Der Kunsthistoriker, Co-Editor des Andy Warhol Catalogue Raisonné und Partner der Thomas und Doris Ammann Fine Art AG war über viele Jahre geschäftlich wie auch privat eng mit Thomas und Doris Ammann und ihrem Wirken verbunden. Nach dem Tod von Doris Ammann im Jahr 2021 wurde ihrem letzten Willen entsprechend die Thomas und Doris Ammann Stiftung mit Sitz in Zürich gegründet. Ihr Zweck ist die Förderung gemeinnütziger und wohltätiger Anliegen. Georg Frei steht der Stiftung als Präsident vor und führt damit seine langjährige Verbundenheit mit Thomas und Doris Ammann und ihrem Vermächtnis fort. Die Stiftung engagiert sich insbesondere für Projekte im Bereich der Humanmedizin, für die Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie für Kunstwissenschaft und Kunstvermittlung.