«Investigator Award» der Gordon and Betty Moore Foundation für zwei ETH Forschende

13. März 2020

Die beiden Forschenden der ETH Zürich, Jörn Piel und Roman Stocker, wurden von der kalifornischen Gordon and Betty Moore Foundation mit dem «Investigator Award» ausgezeichnet. Sie erhalten je 1,5 Millionen US-Dollar, um die vielseitigen Lebensgemeinschaften von Bakterien mit anderen Wasserorganismen zu ergründen.

ETH Zürich Foundation, «Investigator Award» der Gordon and Betty Moore Foundation für zwei ETH Forschende
Meeresbewohner offenbaren eine Vielfalt an partnerschaftlichen Lebensformen, die das Konzept des individuellen Organismus in Frage stellen. Im Bild ein gelber Meeresschwamm, der mit Mikroorganismen in Symbiose lebt.
© iStock / Lukas Kastner
Meeresbewohner offenbaren eine Vielfalt an partnerschaftlichen Lebensformen, die das Konzept des individuellen Organismus in Frage stellen. Im Bild ein gelber Meeresschwamm, der mit Mikroorganismen in Symbiose lebt.
© iStock / Lukas Kastner

Mikroben als Partner des Lebens verstehen

Leben ist Symbiose. Das zeigt sich immer deutlicher. Ob Mikrobe, Pflanze, Tier oder Mensch: Mikroorganismen besiedeln andere Lebewesen. Mit ihnen bilden sie faszinierende Gemeinschaften, die wechselseitig vorteilhaft sind. Ein Beispiel sind Korallen, in deren Gewebe Mikroalgen wohnen, die Korallenriffs ihre leuchtenden Farben verleihen. Die Wissenschaft sieht in solchen Symbiosen eine immer wichtigere Funktion für Ökosysteme und für die Evolution. Dabei ist das Gross dieser Partnerschaften noch kaum beschrieben.

 

Von Computerchips zur Forschungsförderung

Hinter der kalifornischen Stiftung stehen der Intel-​Mitgründer Gordon Moore und seine Frau Betty. Moore wurde als Urheber des Moore’schen Gesetzes über die Entwicklung von Computerchips weltberühmt. Im Jahr 2000 gründete das Paar die Stiftung mit einem Anfangskapital von fünf Milliarden US-​Dollar. Seither unterstützen sie Projekte in Grundlagenforschung, Umweltschutz und Gesundheit.

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