«Die ETH Zürich hat mich gelehrt, vollen Einsatz zu leisten und daraus Freude zu gewinnen.»

23. November 2022

Die ETH-Alumna Tilla Theus zählt zu den bedeutendsten Architektinnen der Gegenwart. Sie erzählt, welche Orte an der ETH für sie besonders bedeutsam sind und warum sie sich heute für Stipendien engagiert.

ETH Zürich Foundation, «Die ETH Zürich hat mich gelehrt, vollen Einsatz zu leisten und daraus Freude zu gewinnen.»
Tilla Theus studierte Architektur an der ETH und führt heute das Büro Tilla Theus und Partner in Zürich, das sich auf Neubauten in städtebaulich anspruchsvollem Kontext sowie auf Umbau und Sanierung von denkmalgeschützten Objekten spezialisiert hat.
© Tilla Theus und Partner
Tilla Theus studierte Architektur an der ETH und führt heute das Büro Tilla Theus und Partner in Zürich, das sich auf Neubauten in städtebaulich anspruchsvollem Kontext sowie auf Umbau und Sanierung von denkmalgeschützten Objekten spezialisiert hat.
© Tilla Theus und Partner

Wie sieht die erste Stunde eines «normalen» Tages bei Ihnen aus?

TILLA THEUS – Für das Wachwerden brauche ich etwas Zeit. Ich lese die Tageszeitungen und trinke warmes Wasser dazu. Nach meinem Morgentraining (Pilates, Balance und Kraft) begebe ich mich dann meist gegen 9 Uhr ins Büro – wo ich bis 9 Uhr abends bleibe.

Was haben Sie an der ETH gelernt, das Sie bis heute begleitet?

Vollen Einsatz zu leisten und daraus Freude gewinnen. Im Falle eines Scheiterns, dieses zu analysieren und mit dem gewonnenen Wissen sofort neu zu beginnen.

Und welche besonderen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit?

Unser Studienalltag spielte sich zu einem grossen Teil in den sogenannten «Katakomben» im Untergeschoss ab, wo wir gekocht, diskutiert und fast «gelebt» haben. Zu dieser Zeit arbeitete ein liebenswürdiger Abwart dort, welcher uns kurz vor Mitternacht jeweils die Tür aufgeschlossen hat, damit wir noch das letzte Tram erreichen konnten. Und natürlich erinnere ich mich an die beeindruckenden Vorträge von Ikonen der Architektur wie Louis Kahn, James Stirling und Aldo Rossi im Audimax.

Welches ist ihr Lieblingsort an der ETH? Weshalb?

Ganz besonders mag ich den schmalen Umgang um das Audimax und den grossartigen Raum unter der ETH-Kuppel, in dem damals der einzige Grosscomputer der ETH stand. 

Gemütlich das eine, imposant das andere. Nicht zu vergessen die Eingangshalle im Hauptgebäude mit ihren Ausstellungen – oder während dem Polyball mit unseren selbstgefertigten Dekorationen.

Wie und wann haben Sie das erste Mal von der ETH Foundation gehört?

Einige meiner Mitstudentinnen und Mitstudenten konnten dank eines ETH-Stipendiums studieren. Ich fand das bereits damals grossartig und möchte heute mit meinem Engagement zugunsten der ETH dazu beitragen, dass auch die jungen Talente von heute diese Möglichkeit erhalten und ihren Traum verfolgen können.

Was würden Sie den ETH-Studierenden von heute raten?

Bleibt stets neugierig. Versucht Ungewohntes. Und hinterfragt selbst die besten Lösungen noch einmal kritisch. In unserem Team, das sich bewusst aus ganz verschiedenen Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Curricula zusammensetzt, sind übrigens immer auch ein paar ETH-Abgängerinnen und -Abgänger dabei.

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